Riesen-Bärenklau

Groß, saftig und grün stehte er an den Wegesrändern. Ein wahrhaft bildhübsche Pflanze, aber eine Gefahr für Hund und Halter.

Name: Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum Somm. et Levier) Heißt auch: Herkulesstaude, Herkuleskraut

Vorkommen: Der Riesen-Bärenklau kommt ursprünglich aus dem Kaukasus und gelangte als Zierpflanze in unsere Breitengrade. Heutzutage findet man die Pflanzen oft als verwilderte Exemplare in Waldschneisen und an Wald- sowie Wegrändern.

Aussehen: Die krautige Pflanze kann bis zu 3 1/2 m hoch werden. Typisch ist, dass der Stängel bis zu zehn Zentimeter vom Boden weg rot gesprenkelt ist. Die Blätter sind gefiedert, die einzelnen Blätter haben eine zugespitzte Form. Der Riesen-Bärenklau hat weiße Blüten, die sich in bis zu 50 Zentimeter breite Dolden teilen können, und zwischen Juli und September wachsen.

Giftige Teile: Die ganze Pflanze ist giftig, vor allem aber der Saft. Dieser enthält phototoxische und hautschädigende Substanzen. Hauptwirkstoffe sind sogenannte 6,7-Furocumarine. Unter Einwirkung von Sonnenlicht (UVA- und UVB-Strahlung) werden die sekundären Pflanzenstoffe aktiviert. Morgens ist die phototoxische Wirkung stärker als abends.

Mögliche Symptome: Vor allem auf der Haut zeigt sich die giftige Wirkung des Riesen-Bärenklaus. Berührt man die Pflanze und ist die berührte Hautstelle anschließend Sonneneinstrahlung ausgesetzt, kann es zu stark juckenden Hautentzündungen kommen, die Verbrennungen dritten Grades ähneln. Oft bilden sich auch unangenehme Blasen oder Schwellungen. Die Verletzungen heilen erst nach mehreren Wochen ab und können Narben hinterlassen sowie zu Pigmentstörungen führen. Vorsicht beim Rasenmähen: Der Pflanzensaft wird hier manchmal regelrecht versprüht und gelangt so auf die Haut! Bei Hunden ist oft die Nase, die Beine und die Bauchseite betroffen.

Erste Hilfe: Sollten Sie mit Pflanzenteilen oder dem Saft in Kontakt gekommen sein, sollten Sie Sonnenlicht meiden und die betroffene Hautstelle mit Wasser und Seife reinigen. Es ist auch empfehlenswert einen Arzt aufzusuchen, vor allem wenn Kinder betroffen sind.