Hund im Sommer nicht lange im Auto lassen

Unsere Hunde sind gerne bei uns. Und als Hundehalter nehmen wir unsere Hunde gerne überall hin mit, wo es erlaubt ist. 20 Grad Celsius und zehn Minuten im Auto ohne Luftzufuhr können bereits ausreichen, das Innere eines Autos so erhitzen, dass der Hund darin in akute Lebensgefahr kommt. Auch der immer wieder genannte „Fensterspalt“ reicht keinesfalls aus. So hatte letztes Jahr der Besucher eines Freizeitparks seine drei Hunde bei sommerlichen Temperaturen und nur leicht geöffneten Fenstern im Auto auf dem Parkplatz zurückgelassen. Als er zurückkam, waren alle drei Tiere qualvoll verendet. Dies ist nur ein Beispiel von unzähligen Fällen, in denen Hunde aufgrund von Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit ihrer Halter sterben müssen.

Da Hunde bekanntermaßen nicht schwitzen, versuchen sie, ihren Wärmehaushalt über Hecheln auszugleichen. Der so entstehende Flüssigkeitsverlust muss durch Trinken usgeglichen werden. Kaum ein Tier, das im Auto auf Herrchen oder Frauchen wartet, hat dazu jedoch die Gelegenheit. So kommt es zur Hyperthermie, zur Überhitzung des Hundekörpers, die im schlimmsten Fall den Tod zur Folge haben kann.

Was können Sie tun? Sehen Sie einen Hund im Auto, der apathisch ist, taumelt, die Zunge weit herausgestreckt hat oder sonstige Erschöpfungszeichen zeigt, handeln Sie! Suchen Sie den Besitzer des Autos, verständigen Sie die Polizei und retten Sie als letzte Konsequenz den Hund aus dem Auto.

Für einen Hund, der aus einem heißen Auto gerettet wurde: Bringen Sie den Hund sofort in den Schatten und versorgen Sie ihn mit Wasser. Sein Körper sollte mit handwarmem oder leicht kühlem Wasser gekühlt werden. Auch das dringend notwendige Trinkwasser darf nicht eiskalt sein! Anschließend muss der Hund umgehend zum Tierarzt  – auch wenn sich sein Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen scheinbar verbessert hat.