Agility

Agility (übersetzt „Wendigkeit, Flinkheit“) ist verwandt mit dem Springreiten bei Pferden und kommt, wie so vieles andere auch aus England. Die Hunde werden ohne Halsband und Leine vom Hundeführer durch einen immer neu erstellten Parcours geführt. Deswegen ist neben dem Gehorsam des Hundes auch eine gewisse Geschicklichkeit, Koordination und Fitness bei Hund und Besitzer Voraussetzung.

Agility ist eine rasante Hundesportart, die dem Menschen sehr viel Koordination, Körpergefühl und schnelle Reaktionen abverlangt, 
um den Hund an der unsichtbaren Leine durch den Parcours zu lenken. Ein Sport, bei dem es um mehr geht, als den Hund über Hindernisse springen zu lassen. Neben den Sprunghindernissen gibt es weitere Geräte wie die A- Wand, verschiedene Tunnel, den Laufsteg, den Slalom, die Wippe und den Reifen.

Wenn man sieht mit welcher Begeisterung die Hunde Agility machen, sie die gestellten Aufgaben mit ihrem Hundeführer bewältigen,  all das macht Agility zu einem faszinierenden Anblick für jeden Hundefreund.

Dummysport

Geeignet für: alle Mensch-Hund-Teams egal ob der Hund einer speziellen Rasse angehört oder ein Mischling ist, ein gewisser Grundgehorsam sollte vorhanden sein. Der Hund sollte gerne tragen und Dinge (Dummys etc.) zutragen.

Grundlagen
Entwickelt wurde das Dummytraining in England. Jäger versuchten, ihre Hunde auch außerhalb der Jagd-Saison zu trainieren, ohne dabei lebendes oder auch totes Wild nutzen zu müssen. Mittlerweile hat sich aus dieser Jagdersatz-Beschäftigung ein Hundesport entwickelt, der es ermöglicht, Jagdhunde rassegerecht auszulasten. Aber auch andere Hunderassen und Mischlinge können sich für diesen Sport begeistern. Das Dummy-Training verbessert die Zusammenarbeit zwischen Hund und Halter. Wechselnde Gelände und sehr unterschiedliche Apportieraufgaben machen es zu einer anspruchsvollen und interessanten Arbeit für den Hund, die ihn körperlich und geistig fordert.

Die Dummyarbeit baut auf drei Grundpfeilern auf: dem Markieren, der Freiverlorensuche und dem Einweisen. 

• Markieren
Ein Hund, der nach dem Schuss eingesetzt wird, um das Wild zu holen, muss das Jagdgeschehen aufmerksam verfolgen, während er ruhig neben seinem Führer wartet. Wird Vogelwild geschossen, muss er selbständig dessen Flugbahn beobachten und sich die Fallstellen mit ihrer Richtung und Distanz merken (markieren) – auch wenn diese verdeckt z.B. hinter Büschen liegen.
Diese Anforderungen an einen Apportierhund werden beim Markieren trainiert – nur, dass statt echtem Wild eben von Helfern geworfene Dummys eingesetzt werden. Distanz, Geländeübergänge (z.B. auch in oder über Seen und Flüsse), Windverhältnisse und die Sichtbarkeit der Fallstellen können dabei die Schwierigkeit der Aufgaben beeinflussen.

• Freiverloren-Suche
Bei der Suche hat der Hund vorher keine Fallstelle markieren können. Auch der Hundeführer weiß nicht genau, wo das Wild bzw. die Dummys liegen. Deswegen wird der Hund in ein bestimmtes Suchengebiet geschickt in dem er durch selbständiges Suchen die Dummys finden und bringen soll.

• Einweisen
Wenn nur der Hundeführer die Fallstelle des Wildes bzw. Dummys sehen konnte, muss er den Hund dorthin einweisen – sprich: ihn dorthin schicken und dann in unmittelbarer Nähe auf ein Kommando hin suchen lassen. Beim Einweisen lenkt der Hundeführer den Hund mit Hilfe von Stimme, Pfeife und Handzeichen. Anders als bei der Freiverloren-Suche soll der Hund nicht größere Geländeflächen absuchen. Er soll gerade Linien und rechte Winkel laufen, damit der Hundeführer ihn auf direktem Weg schicken kann. Der Hund sollte bei diesem Arbeitsfeld exakt auf die Richtungsangaben und Hilfen reagieren. In dem Moment, in dem er im Zielgebiet angekommen ist, soll er auf ein Kommando hin in einem sehr engen Bereich suchen.

Sinn und Zweck dieser Arbeitsweise ist es, möglichst schnell in den Besitz des Wildes bzw. Dummys zu kommen, dabei die Kräfte des Hundes zu schonen und so wenig Gelände wie nötig zu nutzen, um dort kein anderes Wild aufzuschrecken. Das Einweisen gilt als Königsaufgabe der Dummyarbeit und setzt sich aus vielen kleinen Mosaik-Steinchen bzw. Teilaufgaben zusammen: das Voranschicken, Rechts- und Linksschicken, das Zurückschicken, Zurückkommen und das Stoppen des Hundes. Gutes Einweisen setzt großes Vertrauen des Hundes zu seinem Führer voraus sowie die Bereitschaft, mit ihm zusammenzuarbeiten.

©Text Dummysport: Siv-Brit Kühl

Rally Obedience

Rally Obedience ist eine relativ junge Sportart aus den USA, die bereits viele Fans in Deutschland gewinnen konnte. Hier steht der Spaß für Mensch und Hund im Vordergrund. Bei der Kombination aus Parcours und Obedience-Übungen ist Präzision und Tempo zugleich gefragt.
Im Vordergrund steht die Kommunikation zwischen Mensch und Hund, denn beim Rally Obedience ist partnerschaftliche Zusammenarbeit als Team gefragt.

Der Hundeführer durchläuft mit seinem Hund einen vorgegebenen Parcours, der möglichst schnell und präzise abzuarbeiten ist. An jeder Station finden sie ein Schild, auf dem angegeben ist, was dort zu tun ist und in welche Richtung es anschließend weitergeht. 
Das Besondere an diesem Sport: Hund und Mensch dürfen und müssen während ihrer Arbeit ständig miteinander kommunizieren. Der Hund darf jederzeit angesprochen, motiviert und gelobt werden.

 

Die Aufgaben im Parcours bestehen aus klassischen Unterordnungs-Übungen wie Sitz-, Platz-, Steh-Kommandos, aber auch Kombinationen aus diesen Elementen. Es sind Richtungsänderungen um 90°, 180° und 270° nach rechts und links zu absolvieren sowie 360° Kreise. Andere Schilder fordern auf, einen Slalom um Pylonen zu machen oder den Hund über eine Hürde voraus zu senden oder abzurufen. Fester Bestandteil eines Parcours sind außerdem die so genannten Bleib- oder Abrufübungen. 

MIKADO-Laufgruppe und Canicross

Canicross

Geeignet für: alle Mensch-Hund-Teams egal ob der Hund einer speziellen Rasse angehört oder ein Mischling ist, die Läufer sollten körperlich fit sein und bereits Erfahrung im joggen haben und eine körperliche Fitness besitzen. Das mind. Alter des Hunde ist 12 Monate.

Egal wie groß oder klein, mit oder ohne Papieren. Es gilt jedoch das immer der Hund das Tempo vorgibt. Die sportliche Ambition des Läufers muss zurückstehen, der Hund ist in jedem Fall zu respektieren. Daher sagt das Rennreglement auch, dass der Hund immer vor dem Läufer sein muss. Bei Richtungswechseln ist erlaubt, dass der Hund neben dem Läufer rennt, danach muss er jedoch wieder seine Position einnehmen.

Diese Sportart ist bestens geeignet um lauffreudigen und/oder auch jagende Hunden genug Bewegung zu ermöglichen.
Da wo es ohne Leine nicht immer möglich ist.

Susanne ist unsere Trainerin für Canicross im Einzel- und Gruppentraining. 
Zusammen mit Batu ist sie schon auf einigen Canicross-Crossläufen gestartet.

Für alle die sich fürs Canicross interessieren aber noch nicht gelaufen sind gibt es daher als Vorbereitung unseren Lauftreff.

Lauftreff

Der Lauftreff der Hundeschule MIKAdo hilft dir in lockerer, netter Athmosphäre mit gleichgesinnten den „inneren Schweinehund“ zu überwinden. Diese Gruppe ist für alle geeignet die als Ziel „Canicross“ haben oder einfach Gleichgesinnte suchen.

Der Lauftreff ist für jeden offen der gerne mit dem joggen  anfangen möchte und eine gut gelaunte Gruppe unter professioneller Anleitung sucht.
Hier geht es nicht um Rekorde und Bestzeiten.

Hier werden auch Fragen geklärt wie:
• Richtige Ausrüstung: Schuhe, Kleidung
• Wie wärme ich mich vor dem Laufen richtig auf
• Atmung – klar aber wie
• Wie lange? Wie baue ich richtig ein strukturiertes Training auf

 

Jörg ist unser Trainer und Begleiter im Lauftreff.
Jörg läuft seit  26 Jahren. In dieser Zeit hat er über 25x Marathon gelaufen u.a. in Hamburg, Berlin, Köln, London, Amsterdam, Stockholm und Hannover. 

Beim MTV Lüneburg habe ich Laufanfänger ans Laufen herangeführt und die Jahre weiter begleitet.

Longieren

Longieren ist eine Beschäftigungsart, die den Hund nicht nur körperlich, sondern auch geistig auslastet und für eine bessere Kommunikation zwischen Mensch und Hund sorgt. Wer denkt, dass Longieren nur aus „im Kreis laufen“ besteht, irrt sich gewaltig. 
Mensch und Hund lernen auf die Körpersprache des anderen auch auf Distanz zu achten. Somit ist der Hund auch auf Distanz „lenkbar“ und es entsteht ein unsichtbares Band zwischen dem Mensch-Hund-Team. 
Zusätzlich zum Training der Grundkommandos auf Distanz fördert das Longiertraining die Bindung zwischen Hund und Mensch, es können Geräte aus dem Agility mit eingebaut werden, Kunststücke können auf Distanz geübt werden und natürlich auch Alltagskommandos wie Steh, Sitz und das Richtungsschicken können geschickt geübt werden.

Der Hundehalter steht in der Mitte des Kreises aus Absperrband und lenkt seinen Hund auf Distanz um den Kreis. Anfangs an der Longe, später nur mit der eigenen Körpersprache. Der Mensch soll lernen, seine Körpersprache präzise einzusetzen, eine Tabuzone zu etablieren und sich seinem Hund gegenüber abzugrenzen. Dies bietet die Möglichkeit, die Bindung und Kommunikation mit seinem Hund zu verbessern sowie bei vielen Vierbeinern Stress abzubauen. Zuerst lernt der Hund eine körpersprachlich gesetzte Tabuzone zu aktzeptieren. Nach und nach kann der Hundehalter die Distanz vergrößern und die Longe weglassen. Mit vielen Richtungswechseln und Agilitygeräte am Kreisrand, kann das Longieren immer abwechslungsreich und spannend gestaltet werden.

• Longieren ist für Hunde ab dem 1. Lebensjahr geeignet
• Ein Grundgehorsam sollte vorhanden sein

fun-trail-spaziergänge

Ob Familienhund, Sporthund oder Jagdhund, die Suche nach Personen macht jeder Rasse sowie Hunden jeden Alters großen Spaß.
Das Arbeiten nach Geruchsspuren wird als höchst geistige Beschäftigung für Hunde eingesetzt. Eine positive Auslastung verspricht ausgeglichene, souveräne Hunde im Alltag. Unsicherheiten beim Spaziergang wie z.B. Verkehr oder andere Hunde können  trainiert und verbessert werden. 
Der Fun-Trail-Spaziergang ist praktisch eine perfekte Auslastung für jeden Hund und auch eine gute Therapieform für ängstliche Hunde, da das Selbstbewusstsein gestärkt wird. 

Der Fun-Trail-Spaziergang unterscheidet sich vom Mantrailen darin, dass alle Mensch-Hund-Teams zusammengehen und Spaß mit ihrem Vierbeiner haben. Gleichzeitig wird auch der Grundgehorsam und die Leinenführigkeit trainiert. Was wir machen ist NUR als sinnvolle Beschäftigung gedacht.
Beim Mantrailen werden die Hunde einzeln gearbeitet und müssen nach ihrem Trail im Auto verweilen. Die Ausbildung eines Mantrailers ist sehr zeitaufwendig und schwierig. Hier müssen viele Faktoren berücksichtigt werden, denn am Ende kann es um ein Menschenleben gehen! Realeinsätze, bei denen wirklich Menschen vermisst werden überlassen wir lieber den Profis…

In Kleinstgruppen (max. 6 Teams) ist es möglich, auf alle besonderen Bedürfnisse und individuellen Voraussetzungen einzugehen – Hund und Mensch lernen die Kunst der Personensuche sprichwörtlich in kleinen Schritten.
Spaß und gemeinsame Erfolge (die „kleinen Schritte“) stehen im Vordergrund, nicht irgendeine menschliche Definition von Leistung („Wer findet schneller?“).